Oh, Das Wunder Der Nähe!

und die er aus den Ländern zusammengebracht hat, vom Aufgang und vom Niedergang, von Mitternacht und vom Meer, die irregingen in der Wüste, auf ungebahntem Weg und keine Stadt fanden, wo sie wohnen konnten, hungrig und durstig, daß ihre Seele in ihnen verschmachtete. Da schrieen sie zum HERRN in ihrer Not, und er rettete sie aus ihren Ängsten und führte sie auf den rechten Weg, daß sie zu einer bewohnten Stadt gelangten, die sollen dem HERRN danken für seine Gnade und für seine Wunder an den Menschenkindern,Psalmen 107:3-8
daß ihr zu jener Zeit außerhalb Christus waret, entfremdet von der Bürgerschaft Israels und fremd den Bündnissen der Verheißung und keine Hoffnung hattet und ohne Gott waret in der Welt. Nun aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst ferne waret, nahe gebracht worden durch das Blut Christi.Epheser 2:12-13
Charles Spurgeon

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Charles Spurgeon

Zusammenfassung: Geliebte Freunde, obwohl wir einst hoffnungslos fern und unserem Schöpfer durch die Sünde entfremdet waren, Gott sei Dank, dass Er in Seiner unendlichen Barmherzigkeit eine göttliche Zusammenführung initiierte. Durch das kostbare Blut Christi sind wir nahegebracht worden, wodurch jede Schranke zerschlagen wurde und wir zu Mitbürgern und Hausgenossen Seines eigenen Hauses wurden. Lasst uns daher unablässig für dieses unbeschreibliche Geschenk des innigen Zugangs und der Zugehörigkeit danken!

Oh, das Wunder der Nähe!

Ach, geliebte Freunde, denkt für einen Moment zurück und besinnt euch auf jenen trostlosen Zustand geistlicher Verstreutheit. War es nicht eine tiefe Heimatlosigkeit, eine moralische Krankheit, die uns an die Finsternis kettete und uns in einer chaotischen Welt ziellos umhertreiben ließ? Wir waren, jeder Einzelne von uns, „fern“ – unserem Schöpfer entfremdet, ohne Hoffnung, ohne wahre Zugehörigkeit, wandernd wie verlorene Schafe in einer geistlichen Wildnis, gefangen von unserer eigenen Sünde und hin- und hergeworfen von den unerbittlichen Stürmen des Lebens. Welch ein ergreifendes Bild einer Seele, die sich nach einem Hafen sehnte, dessen Existenz sie nicht kannte!

Doch Preis sei Seinem herrlichen Namen! Gott in Seiner unendlichen, zärtlichen Barmherzigkeit wollte uns nicht unserem trostlosen Los überlassen. Nein, wie der Sippen-Erlöser von alters her streckte Er Seine mächtige Hand aus und initiierte eine göttliche Zusammenführung. Vom Osten und vom Westen, vom Norden und vom Süden hat Er gewirkt, immer gewirkt, um zu retten, zu vereinen und wiederherzustellen! Dieser uralte Ruf, Ihm für Seine wundersamen Werke zu danken, fand seine ultimative, atemberaubende Erfüllung in Christus Jesus.

Oh, das herrliche „aber nun“! Wir, die wir einst ohne Messias waren, außerhalb Seines Bundes und als geistliche Atheisten in der Welt lebten, sind nahegebracht worden. Nicht durch unser eigenes mageres Streben, nicht durch unsere schwachen Vorsätze, sondern durch das kostbare, lebenspendende Blut Christi! Sein Opfer zerschlug jede Barriere, löste jede Feindseligkeit auf und zahlte das Lösegeld für unsere Seelen und zog uns aus dem Chaos des geistlichen Todes in Seine lebendige Gegenwart.

Nun sind wir nicht länger Fremde oder Beisassen, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes! Wir sind lebendige Steine, aufgebaut zu einem heiligen Tempel, wo Gott selbst durch Seinen Geist wohnt, der uns intimen Zugang zum Vater gewährt. Wir, die Gemeinde, sind Sein Meisterwerk, Sein „Werk“, ein lebendiges, atmendes Zeugnis Seiner grenzenlosen Weisheit. Lasst uns daher mit jeder Faser unseres Seins es verkünden! Lasst unser Leben zu einem ewigen Lobgesang werden, unablässig dankend für das unbeschreibliche Geschenk, durch Sein Blut nahegebracht worden zu sein. Vergiss niemals, liebe Seele, wohin Seine Liebe dich gestellt hat!

(Quelle: Eine moderne Betrachtung, die dem Stil von Charles Spurgeon nachempfunden ist)