und die er aus den Ländern zusammengebracht hat, vom Aufgang und vom Niedergang, von Mitternacht und vom Meer, die irregingen in der Wüste, auf ungebahntem Weg und keine Stadt fanden, wo sie wohnen konnten, hungrig und durstig, daß ihre Seele in ihnen verschmachtete. Da schrieen sie zum HERRN in ihrer Not, und er rettete sie aus ihren Ängsten und führte sie auf den rechten Weg, daß sie zu einer bewohnten Stadt gelangten, die sollen dem HERRN danken für seine Gnade und für seine Wunder an den Menschenkindern, — Psalmen 107:3-8
daß ihr zu jener Zeit außerhalb Christus waret, entfremdet von der Bürgerschaft Israels und fremd den Bündnissen der Verheißung und keine Hoffnung hattet und ohne Gott waret in der Welt. Nun aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst ferne waret, nahe gebracht worden durch das Blut Christi. — Epheser 2:12-13
Zusammenfassung: Gottes umfassender Weg mit der Menschheit führt uns von geistlicher Zerstreuung zu tiefer Sammlung, ein Zeugnis Seiner unerschütterlichen Liebe. Obwohl wir einst "weit entfernt" waren, entfremdet und verloren, griff Seine reiche Barmherzigkeit durch das kostbare Blut Christi ein. Dieses Opfer brachte uns innig nahe, zerbrach jede Barriere und vereinte uns zu einer neuen, geistlichen Familie. Nun, als Seine Gemeinde, verkünden wir freudig Seine Wundertaten und danken Ihm unablässig dafür, dass wir aus unserem früheren Zustand gerettet und in Sein ewiges Haus gebracht wurden.
Die große Erzählung von Gottes Umgang mit der Menschheit ist eine Reise von Zerstreuung zur Sammlung, ein machtvolles Zeugnis Seiner unerschütterlichen Liebe. Von den frühesten Momenten menschlicher Rebellion an hat die Sünde uns von unserem Schöpfer und voneinander getrieben und so einen tiefgreifenden Zustand geistlicher Zerstreuung geschaffen. Doch durch göttliche Initiative wirkt Gott beständig darauf hin, das Verlorene wiederzufinden, zu vereinen und wiederherzustellen.
Bedenken wir die alten Echos der Dankbarkeit aus einer Zeit, als Gottes Volk über den ganzen Globus zerstreut war, verloren und ohne Richtung. Sie erlebten geistliche Obdachlosigkeit, moralische Krankheit, Knechtschaft der Finsternis und das überwältigende Chaos einer Welt jenseits ihrer Kontrolle. Dieser Zustand des "Weit-Entfernt-Seins" war nicht nur eine physische Distanz, sondern eine tiefe geistliche Entfremdung – ein Zustand des Seins ohne wahre Zugehörigkeit, Zweck oder Hoffnung. Dies ist der universelle menschliche Zustand ohne Gott, eine ergreifende Darstellung einer Seele, die in einer geistlichen Wüste umherirrt, gefangen durch ihre eigenen Entscheidungen und die Mächte der Finsternis, erkrankt an selbstzugefügten Wunden und von den unerbittlichen Stürmen des Lebens umhergeworfen.
Doch in diese tiefe Entfremdung griff Gottes unerschütterliche Liebe und reiche Barmherzigkeit ein. Wie ein Sippen-Erlöser streckte Er die Hand aus, um diejenigen zu retten, die versklavt und haltlos waren. Der alte Ruf, Gott für Seine "Wundertaten" der Sammlung von allen Himmelsrichtungen – Osten, Westen, Norden und Süden – zu danken, deutete auf eine noch größere, umfassendere Wiedervereinigung hin. Dies war nicht bloß eine physische Rückkehr in ein Land, sondern ein geistliches Herannahen, ein definitives Ende des Exils.
In der Fülle der Zeit wurde diese prophetische Hoffnung durch Christus verwirklicht. Für diejenigen, die einst "weit entfernt" waren – Gott entfremdet, ohne Messias, außerhalb Seiner Bundesgemeinschaft, ohne Hoffnung und als geistliche Atheisten in der Welt lebend – ereignete sich eine radikale Transformation. Der Ausdruck "nun aber" markiert diese entscheidende Wende in der Geschichte und signalisiert, dass Gottes Initiative unseren unausgesprochenen Schrei beantwortete. Wir wurden "nahegebracht", nicht durch unsere eigenen Anstrengungen oder religiöse Zugehörigkeit, sondern durch das kostbare Blut Christi. Sein Opfer riss jede Barriere nieder, löste jede Feindseligkeit auf und bezahlte das ultimative Lösegeld für unsere Seelen, zog uns aus dem Chaos und dem Tod unserer früheren Existenz in Seine lebendige Gegenwart.
Dieser göttliche Akt der Sammlung kulminiert in einer atemberaubenden neuen Realität: der Schaffung einer geeinten, geistlichen Familie. Wir sind nicht länger Fremde oder Beisassen, sondern Mitbürger mit Gottes Volk, Mitglieder Seines eigenen Hausstandes und lebendige Steine, die zu einem heiligen Tempel gebaut werden, wo Gott selbst durch Seinen Geist wohnt. Uns wird intimer Zugang zum Vater gewährt, ein Privileg, das einst wenigen Auserwählten vorbehalten war.
Die "Wundertaten" Gottes, einst in historischen Interventionen manifestiert, finden ihre ultimative Ausdrucksform in uns. Wir, die Gemeinde, sind Gottes Meisterwerk, Sein "Werk", neu geschaffen in Christus für gute Werke. Unsere bloße Existenz als eine Gemeinschaft vielfältiger Individuen, einst zerstreut und in Feindschaft, nun vereint in Liebe und Zweck, ist das lebendige Zeugnis von Gottes vielfältiger Weisheit, die für die gesamte Schöpfung, selbst für die geistlichen Mächte, offenbart wird.
Darum lasst uns, die Erlösten, unablässig "es verkünden!" Unser Leben, geprägt von tiefer Dankbarkeit, wird zu einem fortwährenden Lobgesang. Unseren früheren Zustand des "Weit-Entfernt-Seins" zu vergessen, bedeutet, die immense Gnade zu schmälern, die uns nahegebracht hat. Die geistliche Obdachlosigkeit, die uns einst plagte, wurde durch ewiges Wohnen im Hause Gottes ersetzt. Die sehnende Seele findet ihre wahre Erfüllung in Christus, der unser Friede und unsere Nahrung ist. Die Gemeinde, in ihrer Einheit und Mission, verkörpert diese göttliche Heimkehr, fungierend als Zufluchtsstadt und Familie Gottes für alle, die durch Seine Liebe gesammelt werden. Mögen unsere Leben diese herrliche Wahrheit widerspiegeln, indem wir unablässig für das unbeschreibliche Geschenk danken, durch Sein Blut nahegebracht worden zu sein.
Was denkst du über "Die göttliche Heimkehr: Von der Entfremdung zur angenommenen Kindschaft"?
Psalmen 107:3-8 • Epheser 2:12-13
Oh, das Wunder der Nähe! Ach, geliebte Freunde, denkt für einen Moment zurück und besinnt euch auf jenen trostlosen Zustand geistlicher Verstreutheit....
Psalmen 107:3-8 • Epheser 2:12-13
1. Prolegomena: Die biblische Metanarrative von Zerstreuung und Sammlung Die theologische Architektur der jüdisch-christlichen Schriften ist grundleg...
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