Denn der Traum kommt von Vielgeschäftigkeit her und dummes Geschwätz vom vielen Reden. — Prediger 5:2
der allein Unsterblichkeit hat, der in einem unzugänglichen Lichte wohnt, welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann; Ihm sei Ehre und ewige Macht! Amen. — 1. Timotheus 6:16

Author
Dr. Roberto Miranda
Zusammenfassung: Obwohl Jesus uns ermutigt, Gott als einen liebenden Vater zu sehen, müssen wir auch daran denken, dass es eine gesunde Distanz und einen Unterschied zwischen uns und Gott gibt. Wir müssen eine Beziehung von absolutem Vertrauen und Ehrfurcht zu ihm haben. Wir müssen daran denken, dass Gott heilig ist und unsere Anbetung und ehrfürchtige Unterwerfung verdient, und wir müssen seinem Willen gehorchen und ihm allein die Ehre geben. Wir dürfen seine Heiligkeit oder Herrschaft nicht unterschätzen und wir dürfen niemals leichtfertig mit Gott umgehen.
Interessanterweise erinnert uns derselbe Jesus, der uns ermutigt, Gott im Vaterunser als einen barmherzigen und liebenden Vater zu sehen, auch daran, dass Gott 'im Himmel' ist. Das heißt, obwohl Gott innig in seine Schöpfung involviert ist und Intimität mit uns haben möchte, müssen wir immer daran denken, dass es eine gesunde Distanz und einen Unterschied gibt, den wir in unserem Verständnis von Gott bewahren sollten.
Er ist nicht wie wir! Er ist ganz der Andere. Wahrlich, seine Wege sind nicht unsere Wege und seine Gedanken sind nicht unsere Gedanken (Jesaja 55,8).
Die Bibel ruft uns zu einer paradoxen Beziehung von absolutem Vertrauen und absoluter Ehrfurcht Gott gegenüber auf. Wir müssen ihn gleichzeitig lieben und fürchten. Wir müssen uns seinem Thron vertrauensvoll nähern, aber auch mit Furcht und Zittern. Wir müssen verstehen, dass er immer bei uns ist und durch seinen Heiligen Geist in uns wohnt, aber dass er auch „in unzugänglichem Licht“ wohnt (1 Timotheus 6,16), jenseits jeglicher Unvollkommenheit oder niederen Empfindung.
Der Verfasser des Predigers erinnert uns weise daran, dass „Gott im Himmel ist und wir auf Erden“, und dass daher unsere Worte sparsam sein sollten. Das heißt, indem wir uns an die unendliche Distanz erinnern, die zwischen uns und dem himmlischen Vater besteht, müssen wir sorgfältig überlegen, wie wir uns ihm nähern. Unsere Worte und Taten, unser Leben und unser Verhalten sollten diesen Sinn für Ehrfurcht und Staunen vor der Majestät des Schöpfers widerspiegeln.
Gott ist heilig, dreimal heilig. Er verdient unsere Anbetung und ehrfürchtige Unterwerfung. Seine Herrschaft ist unbestreitbar. Unsere Hingabe und unser Gehorsam gegenüber seinem Willen müssen absolut sein.
Wir dürfen niemals leichtfertig mit Gott umgehen. Wir dürfen seine Heiligkeit oder Herrschaft nicht unterschätzen. Gott existiert nicht nur, um uns zu gefallen oder unsere Bedürfnisse zu erfüllen. Vielmehr existieren wir, um ihm zu gehorchen, ihn anzubeten und ihm allein die Ehre zu geben!