Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott; redet freundlich mit Jerusalem und rufet ihr zu, — Jesaja 40:1
Gelobt sei der Gott und Vater unsres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes, der uns tröstet in all unsrer Trübsal, auf daß wir die trösten können, welche in allerlei Trübsal sind, durch den Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet werden. — 2. Korinther 1:3-4

Author
Faustino de Jesús Zamora Vargas
Zusammenfassung: Christen sind nicht davor gefeit, durch Trübsale und Zeiten der Angst zu gehen, aber Gott steht immer den Zerbrochenen Herzens bei, den Leidenden und denen, die untröstlich weinen. Die Aufgabe, den leidenden Geschwistern Trost zu spenden, ist schwierig, doch Gott allein kann wirklich heilen und den Trost bringen, der die Hoffnung wiederherstellt. Diejenigen, die die göttliche, heilende Wiederherstellung einer durch Schmerz entzweiten Seele erfahren haben, wissen, dass sie eine Aufnahme und ein Werkzeug eines großen Wunders Gottes gewesen sind. Wir danken Gott für die Brüder und Schwestern, die uns lieben und uns helfen, doch das Suchen nach der göttlichen Vorsehung und der Kraft der unvergleichlichen Gnade unseres Herrn sind es, die uns die beste Medizin und den kostbarsten Trost geben.
Diejenigen von uns, die Gottes Güte erfahren haben, werden sicherlich genügend Beweise für seine unendliche Barmherzigkeit haben. Wer hat nicht schon Prüfungen erlebt, die ihn vorübergehend niederwarfen, begleitet von einer Lawine von Schmerz und herzzerreißenden Tragödien, die die Seele bis zur Ohnmacht zerreißen? Sind wir Christen etwa davor gefeit, durch Trübsale und Zeiten der Angst zu gehen? Wir täuschen uns, wenn wir das behaupten. Ein siegreiches Leben in Christus zu führen, befreit uns nicht immer von den gnadenlosen Angriffen des Fürsten der Finsternis. Doch…es ist gut zu wissen, dass wir einen Vater der Barmherzigkeit haben, der uns tröstet.
Die Bibel spricht von einem Gott, der es nie scheute, den Zerbrochenen Herzens, den Leidenden, denjenigen beizustehen, die durch eine Wüste ziehen, scheinbar ohne Oase weit und breit, denjenigen, die untröstlich weinen und in den Leiden des Fleisches versunken sind. Die übernatürliche Gnade Gottes offenbart sich in solchen Fällen nicht nur, um die Wunden der Lebenskämpfe zu heilen, sondern auch, um den Trost zu bringen, der die Hoffnung wiederherstellt, um in seiner Barmherzigkeit weiterzugehen. Wir müssen ihn nur rufen und geduldig warten!
Eine der frommsten, aber auch schwierigsten Aufgaben des Leibes Christi ist es, den Geschwistern Trost zu spenden, die vorübergehend unter einem schweren Leid leiden, das vom Verlust des Arbeitsplatzes bis zum Verlust eines geliebten Menschen reichen kann, doch es geschieht, dass, wenn der Tröstende nicht denselben Schmerz durchlitten hat wie der Leidende, keine noch so ausgeklügelten Worte des Trostes, kein passender Bibelvers, keine herzlichen Umarmungen, keine von Anteilnahme feuchten Augen (manchmal) ausreichen, um das Leid zu lindern; dieses schreckliche Martyrium, das dich aus dem Leben reißt und dich ungewollt zu einem völlig Elenden macht. Aber Er ist in der Tat ein Vater der Barmherzigkeit und ein Gott allen Trostes.
Zu Ihm sollst du fliehen. Seine übernatürliche Heilung, seine überfließende Gnade wie eine Salbe bester Zubereitung, ist mit nichts zu vergleichen, was wir, mit der besten christlichen Absicht, tun könnten. Der Trost, der aus dem übernatürlichen Wirken Gottes hervorgeht, ist der, der wahrhaftig heilt. Wenn man sich von Gott selbst getröstet weiß und den heilenden Trost erfährt, beginnt man, fähig zu sein, andere zu trösten. Paulus sagt es treffend: „(Gott)… der uns tröstet in all unserer Trübsal, damit wir auch andere trösten können mit dem Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet werden.“ (2 Korinther 1,4)
Diejenigen von uns, die diese göttliche, heilende Wiederherstellung einer durch Schmerz entzweiten Seele erlebt haben (ich selbst als Erster), wissen, dass sie eine Aufnahme und ein Werkzeug eines großen Wunders Gottes gewesen sind. Als alles um uns herum zusammenzubrechen schien, bewirkte ein verzweifelter Ruf die Gegenwart des Trösters im Geist und verschlang sanft die Bitterkeiten, die uns töteten, indem er überfließenden Frieden und Heilung des Herzens schenkte. Wir danken Gott für die vielen Brüder und Schwestern, denen Gott die Gabe des Dienstes für Zeiten der Zerbrochenheit gegeben hat. Ich selbst habe diese solidarische Liebe derer gespürt, die sich in Liebe hingeben, um uns zu erleichtern. Ich bin sicher, dass die meisten von ihnen eines Tages auch ihre durch Schmerz verursachten Wunden Gott dargebracht haben. Selbst wenn wir sie in unserer Nähe haben, wissend, dass sie da sind, bereit, uns aus Liebe zu dienen, ist es doch unser Suchen nach der göttlichen Vorsehung, nach der Kraft der unvergleichlichen Gnade unseres Herrn, das uns die beste Medizin und den kostbarsten Trost gibt.
Gott segne dich!