Mehr Als Nur Überleben: Gedeihen in Christus!

Das werden die Gerechten sehen mit Entsetzen und über ihn lachen:Psalmen 52:8
Bleibet in mir, und ich bleibe in euch! Gleichwie das Rebschoß von sich selbst keine Frucht bringen kann, wenn es nicht am Weinstock bleibt, also auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibet.Johannes 15:4
Charles Spurgeon

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Charles Spurgeon

Zusammenfassung: Meine geliebten Freunde, wir sind zu mehr berufen, als nur zu überleben; wir sollen in Christus gedeihen, unserem Wahren Weinstock, indem wir tief in Ihm bleiben. Als Reben, die völlig von Ihm abhängig sind, ist unsere treue Verbindung der Quell des Lebens, selbst wenn der Vater uns für größere Fruchtbarkeit beschneidet. Diese gesegnete Abhängigkeit gewährt uns ewige Beständigkeit, wahre Fruchtbarkeit und freudige Teilhabe an Seiner Familie. Lasst uns dies annehmen und Sein Licht ausstrahlen.

Meine geliebten Freunde, lasst uns einen Moment lang miteinander das eigentliche Herzstück unseres Glaubens bedenken: ein Leben, das nicht bloß ertragen, sondern wahrhaftig gelebt wird, lebendig und fruchtbar, verwurzelt in der unerschöpflichen Gnade Gottes! Diese Lebenskraft ist nicht unser eigenes Werk, sondern ein göttliches Erbe für jene, die die zerbrechliche Stärke des Ichs aufgeben und sich an den Herrn klammern.

Denkt an den mächtigen Ölbaum, der in alten Schriften beschrieben wird, fest gepflanzt im Hause Gottes. Auch wenn Stürme toben und die Jahreszeiten ihre Prüfungen mit sich bringen, seine Wurzeln reichen tief und finden Nahrung selbst in dürrem Boden. Er spricht von einer glorreichen geistlichen Widerstandsfähigkeit, einer anhaltenden Frische, die dem Verfall trotzt, einem inneren Heiligtum, das keine irdische Not durchbrechen kann. So wie der Ölbaum sein Öl für Licht und Salbung spendet, so sind auch wir, durch Gottes Geist, dazu berufen, hell zu strahlen und von Seiner Güte in einer verfinsterten Welt Zeugnis abzulegen.

Doch oh, wie sehr unser Heiland diese tiefe Wahrheit vertieft! Er verkündet: „Ich bin der Wahre Weinstock“, und zieht uns in eine noch intimere und völlig abhängige Verbindung. Nicht länger ein widerstandsfähiger Baum, sondern eine wahre Rebe , völlig hilflos getrennt vom Weinstock! Diese lebenswichtige Verbindung, dieses ununterbrochene Bleiben , ist der eigentliche Quell unseres geistlichen Lebens. Es ist nicht bloß eine einmalige Pflanzung, ihr Lieben, sondern eine tägliche, bewusste Entscheidung, tief aus Seinem Wort zu trinken, in offenem Bekenntnis zu leben und in der unerschütterlichen Realität Seiner innewohnenden Gegenwart zu ruhen.

Und der Vater, unser zärtlicher Winzer, Er reinigt und beschneidet! Auch wenn es schmerzen und streng erscheinen mag, jeder Schnitt dient einem Zweck: damit wir mehr Frucht tragen. Diese Frucht ist nicht für unsere eigene Ehre, sondern zum Lob dessen, der uns pflegt, ein Zeugnis Seiner Liebe und verwandelnden Kraft. Wenn wir so mit Christus verwoben sind, finden wir drei glorreiche Gaben: eine ewige Beständigkeit, die jede ängstliche Furcht beruhigt; eine wahre Fruchtbarkeit, die andere segnet und unseren Gott erfreut; und eine freudige Teilhabe an Seiner glorreichen Familie, der Gemeinde.

So lasst uns denn, mit überfließenden Herzen, diese gesegnete Abhängigkeit annehmen! Lasst uns in Seiner beständigen Liebe bleiben, Ihm als dem Wahren Weinstock vertrauen und wirklich gedeihen, Sein Licht und Leben ausstrahlen zu allen, denen wir begegnen.

(Quelle: Eine moderne Betrachtung, dem Stil von Charles Spurgeon nachempfunden)