Die Liebe Trieb Ihn an – Gottes Opfervolle Gnade

Dr. Ernst Diehl

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Dr. Ernst Diehl

Zusammenfassung: Im Jahr 1728 initiierte Graf Zinzendorf die Tradition der täglichen Losungen oder „Wachwörter“ mit einer Botschaft über das Opfer Jesu für uns aus Liebe. „Dios Habla Hoy“ setzt diese Tradition fort, indem es tägliche Andachten und Bibelverse anbietet, um Gespräche mit Gott und anderen Gläubigen zu fördern. Die Verse aus Jeremia und Titus erinnern uns an Gottes Liebe und Gnade uns gegenüber, und wir sollten für die Momente in unserem Leben danken, die uns an diese Gnade erinnern. Wir sollten auch Gottes Liebe mit unseren Mitmenschen teilen und uns bemühen, ein Leben zu führen, das seine Güte widerspiegelt.

In der Nacht des 3. Mai 1728 teilte Graf Zinzendorf der Herrnhuter Brüdergemeine eine kurze Botschaft mit, die den Beginn der Tradition der täglichen „Losungen“ oder „Wachwörter“ markieren sollte. Die Botschaft wurde von dem Vers des Liedes inspiriert: „Die Liebe trieb ihn an, die Liebe riss ihn vom Thron, und sollte ich ihn nicht lieben?“ Es ist eine Erinnerung an das große Opfer, das Jesus aus Liebe zu uns brachte, indem er seinen himmlischen Thron verließ, um auf die Erde zu kommen und für unsere Sünden zu sterben.

Zinzendorf nannte die täglichen Wachwörter „fortlaufende Unterhaltungen unseres Erlösers mit der Gemeinde“. „Dios Habla Hoy“ baut auf den geistlichen Schultern des Grafen von Zinzendorf und der Herrnhuter Brüdergemeine auf. Jeden Morgen bieten wir die Andacht und zwei Bibelverse als Ausgangspunkt an, um die tägliche Reflexion und das Gespräch mit unserem Erlöser und mit gleichgesinnten Gläubigen auf der ganzen Welt zu fördern.

Die Verse aus Jeremia 33,11 und Titus 2,11 veranschaulichen zusätzlich die Tiefe der Liebe und Gnade Gottes uns gegenüber. In Jeremia verheißt Gott seinem Volk Heilung und Frieden, indem er uns an seine Liebe erinnert, selbst wenn wir uns von ihm abgewandt haben. In Titus lesen wir von der Gnade Gottes, die Rettung bringt und uns lehrt, besonnen, gerecht und gottesfürchtig zu leben. Diese Gnade ist ein Geschenk, das wir nicht verdienen, aber sie wird uns aus Liebe Gottes zu uns frei geschenkt.

Während wir über Gottes Geschenk und seine Gnade nachdenken, sind wir eingeladen, über die kleinen oder großen Dinge nachzudenken, die sich kürzlich in unserem Leben ereignet haben und uns an Gottes ewige Güte und Gnade erinnern. Vielleicht ist es ein Moment unerwarteter Freundlichkeit von einem Fremden, oder die Art und Weise, wie sich eine schwierige Situation zum Guten gewendet hat. Was auch immer es ist, nehmen wir uns Zeit, diese Momente der Gnade in unserem Leben anzuerkennen und dafür zu danken.

Und so wie die Herrnhuter Brüdergemeine die täglichen Bibelverse seit fast 300 Jahren treu geteilt hat, sollten auch wir uns bemühen, Gottes Liebe mit unseren Mitmenschen zu teilen und ein Leben zu führen, das seine Gnade und Güte widerspiegelt. Wenn Sie über diese Gespräche mit dem Erlöser nachdenken, möchten Sie vielleicht Ihre Freunde oder Kollegen in das Gespräch miteinbeziehen. Erwägen Sie, eine E-Mail weiterzuleiten oder einen Kommentar auf der Website zu hinterlassen, um den Dialog fortzusetzen und Gottes Liebe mit Ihren Mitmenschen zu teilen.

Möge Gott uns weiterhin mit seiner Gnade und Barmherzigkeit segnen, während wir danach streben, auf seinen Wegen zu wandeln und seine Liebe der Welt um uns herum widerzuspiegeln.