Ein Gebet Moses, des Mannes Gottes. Herr, du bist unsre Zuflucht von Geschlecht zu Geschlecht! — Psalmen 90:1
der allein Unsterblichkeit hat, der in einem unzugänglichen Lichte wohnt, welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann; Ihm sei Ehre und ewige Macht! Amen. — 1. Timotheus 6:16

Author
Dr. Roberto Miranda
Zusammenfassung: Bevor wir Gott in unseren Gebeten um etwas bitten, sollen wir damit beginnen, Seine Herrschaft anzuerkennen und Seinem Namen Ruhm und Ehre zu erweisen. Wir sollen uns Seinem Willen hingeben und bitten, dass Sein Reich komme und Sein Wille geschehe. Wenn wir ein Leben zu Seiner Ehre führen, werden unsere Gebete wirkungsvoller und Ihm wohlgefälliger sein.
Wenn wir uns dem Vater nahen, dürfen wir vertrauensvoll und kühn bitten. Doch zuallererst ist es geboten, Seine Herrschaft anzuerkennen. Wir sollen uns Seinem Willen demütig fügen, wenn Er entscheidet, uns auf einen anderen Pfad zu führen.
„Herr, du bist unsre Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge wurden und die Erde und der Erdkreis geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ Mit diesen wunderschönen Worten der Anbetung beginnt der Psalmist den wunderbaren Psalm 90. Dieser ganze Psalm quillt über von Ehrfurcht und Staunen angesichts der Macht und Heiligkeit Gottes.
In diesem gleichen Geist der Anbetung und Ehrfurcht sollen wir unsere Gebete beginnen. Bevor wir den Herrn um irgendetwas bitten, müssen wir uns zuerst im Geist vor Ihm niederwerfen, Seine Macht und Herrschaft anerkennen und uns Seinem souveränen Willen hingeben. Sobald diese völlige Hingabe geschehen ist, können wir Ihm unsere eigenen Anliegen und unsere Bedürfnisse vortragen.
Es ist wichtig, dass wir unsere Gebete damit beginnen, dem Herrn Ruhm und Ehre zu erweisen. Auf diese Weise erklären wir, dass Er viel wichtiger ist als unsere persönlichen Sehnsüchte und Bedürfnisse. Wir stellen Ihn an die erste Stelle und erkennen an, dass unsere Hoffnungen einzig in Ihm gegründet sind. Außerdem, indem wir am Anfang den Fokus auf Ihn und Seine Herrlichkeit legen, stärkt dies unseren Glauben und befähigt uns zu glauben, dass bei Gott alle Dinge möglich sind.
Im Vaterunser, dem Modellgebet, das Jesus lehrte, um Seine Jünger zu lehren, wie man betet, beginnt der Herr: „Unser Vater im Himmel, geheiligt werde dein Name.“ (Mt 6,9). Auf diese Weise legte der Herr implizit das Prinzip fest, unsere Gebete damit zu beginnen, dem Vater Ehre zu erweisen. Er legte auch das vorrangige Prinzip fest, dass Gottes Wille geschehen soll, bevor der unsere („Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.“).
Unser ganzes Leben, unsere Gebete, Bemühungen und unser Dienst sollen von diesem Gefühl der Ehrfurcht durchdrungen sein, das der Psalmist widerspiegelt. Alles ist zu Seiner Ehre. Wenn wir so leben, werden wir Ihm wohlgefallen. Wenn wir so beten, werden unsere Gebete Sein Herz berühren, und wir werden die Bitten empfangen, die wir Ihm vortragen.