Denn die Augen des HERRN durchstreifen die ganze Erde, um sich mächtig zu erzeigen an denen, die von ganzem Herzen ihm ergeben sind. Du hast hierin töricht gehandelt; darum wirst du von nun an Krieg haben! — 2. Chronik 16:9
Ich weiß deine Werke, daß du weder kalt noch warm bist. Ach, daß du kalt oder warm wärest! — Offenbarung 3:15

Author
Dr. Roberto Miranda
Zusammenfassung: Unentschlossenheit und mangelnde Hingabe beleidigen Gott, so wie es bei der Gemeinde in Laodizea der Fall war. Gott wünscht sich ein hingegebenes und entschlossenes Volk, das sich von Zwiespältigkeit und Bequemlichkeit löst und seinen Blick auf ein hingegebenes und engagiertes Leben richtet. Die Gaben des Geistes und die Kraft Gottes erfordern ein Umfeld der Entschlossenheit und Hingabe, um sich voll zu manifestieren. Gott wartet auf ein hingegebenes und entschlossenes Volk, um Seine Kraft durch sie zu zeigen.
Entschlossene Menschen bewegen immer das Herz Gottes. Im Gegensatz dazu ruft der Unentschlossene und Schwankende bei Ihm Missfallen hervor. Der Apostel Jakobus sagt: „Ein zwiespältiger Mensch ist unbeständig auf all seinen Wegen. Ein solcher Mensch bilde sich nicht ein, dass er etwas vom Herrn empfangen wird“ (Jakobus 1,7 und 8).
Anscheinend verfügten die Gläubigen der Gemeinde in Laodizea über viele materielle Ressourcen – finanziell starke Gemeinden und mit einflussreichen Mitgliedern. Doch geistlich waren sie marode. Es gab viel Weltlichkeit im Leib und mangelnde Entschlossenheit und Klarheit bezüglich der Berufung zur Heiligkeit und der Hingabe an den Herrn.
In Seinem Brief an die Gemeinden warnt der Herr Jesus Christus durch den Apostel Johannes die Gemeinde in Laodizea: „Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach, dass du kalt oder warm wärst! Weil du aber lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde“ (Offenbarung 3,15 und 16). Offenbar waren mangelnde Hingabe und Weihe, geistlicher Hochmut und oberflächliche Gesinnung dem Heiligen Geist zutiefst anstößig. Tatsächlich sah Gott diese Gemeinde als „unglücklich, elend, arm, blind und nackt“ an. Ein verheerendes geistliches Urteil!
Ich frage mich, wie viele Gemeinden Gott heute auf dieselbe Weise sieht. Seine Anforderungen haben sich nicht geändert. Vielleicht fühlen wir uns sehr wohl in unserem Zustand der Zwiespältigkeit und Bequemlichkeit, doch in den Augen Gottes verdienen wir es nicht, Kanäle Seiner Kraft oder Seiner Heiligkeit zu sein. Das Einzige, was Ihm gefällt, ist eine glühend heiße Spiritualität, die nach Seiner Kraft und Seiner Gegenwart dürstet. Es erfordert ein hingegebenes Leben, eine totale Hingabe, eine 180-Grad-Wende. Man muss sich vom Verhalten der Vergangenheit verabschieden und den Blick fest auf den neuen Lebensstil richten, den Gott für uns bestimmt hat.
Die Gaben des Geistes, die Kraft Gottes, erfordern ein Umfeld und eine Haltung der Entschlossenheit und Hingabe, um sich in voller Fülle zu manifestieren. Das ist der Rohstoff, den der Geist benutzt, um Seine Kraft auf der Erde zu kanalisieren und den Einsätzen Seiner Kirche für Evangelisation und christlichen Dienst Kraft und Effektivität zu verleihen.
Menschen, die ihre Wunder von Gott empfangen, die ein Leben in Kraft und Effektivität führen, sind jene, die alle Zwiespältigkeit und Unentschlossenheit aus ihrem Herzen entfernt haben, sich verzweifelt in die Arme des Herrn geworfen haben, der Welt und den Forderungen des Fleisches gestorben sind und das Leben mit entschlossen auf die Ewigkeit gerichteten Augen leben. Gott erwartet ein hingegebenes und entschlossenes Volk, um Seine Kraft zu ihren Gunsten und durch sie zu zeigen. „Wenn nun jemand sich von diesen Verunreinigungen reinigt, der wird ein Gefäß zur Ehre sein, geheiligt, dem Hausherrn nützlich und zu jedem guten Werk bereit“ (2. Timotheus 2,21).