so wollest du deinem Knecht ein verständiges Herz geben, daß er dein Volk zu richten wisse und unterscheiden könne, was gut und böse ist. Denn wer vermag dieses dein ansehnliches Volk zu richten? — 1. Könige 3:9
so setzet nun all euren Fleiß zu dem hinzu und reichet dar in eurem Glauben die Tugend, in der Tugend aber die Erkenntnis, — 2. Petrus 1:5

Author
Dr. Roberto Miranda
Zusammenfassung: Christliche Führungspersönlichkeiten müssen sowohl geistliche Standfestigkeit als auch administrative und organisatorische Fähigkeiten haben. Es genügt nicht, gottesfürchtig zu sein; man muss auch die mechanischen und administrativen Aspekte der Dienste studieren, um sicherzustellen, dass sie langfristig wirksam und blühend sind. Petrus rät, ein Gleichgewicht zwischen Tugend und Erkenntnis zu bewahren.
Wirksame Dienste zeigen nicht nur geistliche Standfestigkeit, sondern auch Besonnenheit und administrative Exzellenz. Der ausgewogene Diener oder die ausgewogene Dienerin Gottes zeigt sowohl Weisheit als auch spezifisches Fachwissen, Leidenschaft für Gott sowie die Fähigkeit, systemisch zu denken.
Die ausgewogene Führungspersönlichkeit denkt in geistlichen Dimensionen, achtet aber auch auf Details. Für die kompetente christliche Führungspersönlichkeit genügt es nicht, Gott lediglich zu lieben und ein frommes Leben zu führen. Offensichtlich ist dies von größter Wichtigkeit. Es wird aber auch verlangt, dass diese Liebe und Frömmigkeit von soliden administrativen Fähigkeiten und einem klaren organisatorischen Verständnis begleitet werden. Gottesfürchtig zu sein und Gott leidenschaftlich zu lieben, entbindet uns nicht davon, in allem, was wir tun, kompetent und diszipliniert zu sein.
Als christliche Führungspersönlichkeiten müssen wir uns Zeit nehmen, um über die mechanischen und administrativen Aspekte unserer Dienste nachzudenken. Es bedarf der systematischen Untersuchung der institutionellen Aspekte unserer Gemeinden und Dienste. Wir müssen die administrativen Fähigkeiten und die Führungsdynamik beherrschen, die für die Dienstbereiche relevant sind, in denen wir tätig sind. Nur so stellen wir sicher, dass wir langfristig blühende und wirksame Institutionen und Dienste hervorbringen, die sich allen Bedürfnissen des Volkes Gottes widmen können. In der Tat, wie der Apostel Petrus rät, müssen wir sowohl im weltlichen Bereich als auch im christlichen Dienst ein gesundes Gleichgewicht zwischen Tugend und Erkenntnis bewahren (2. Petrus 1,5).