Wenn mir angst ist, vertraue ich auf dich! — Psalmen 56:4
Also daß wir getrost sagen mögen: »Der Herr ist mein Helfer; ich fürchte mich nicht! Was können Menschen mir tun?« — Hebräer 13:6

Author
Charles Spurgeon
Zusammenfassung: Die Gewissheit, dass der Herr uns niemals verlassen wird, macht uns unabhängig von Menschen und gibt uns Mut, furchtlos zu sprechen. Die Furcht vor Gott schützt uns vor den Drohungen der Verfolger, da der heutige Mensch nicht so viel Schaden anrichten kann wie in der Vergangenheit. Wir müssen den Spott der Welt mutig ertragen, im Vertrauen auf Gottes Hilfe.
Da der Herr uns niemals verlassen noch im Stich lassen wird, dürfen wir mit den Dingen, die wir haben, sehr zufrieden sein. Da der Herr unser ist, können wir nicht ohne Freund, ohne Schatz und ohne Bleibe sein. Diese Gewissheit sollte uns spüren lassen, wie unabhängig wir von Menschen sind. Mit solchem Beistand fühlen wir uns nicht versucht, uns vor unseren Mitmenschen einschüchtern zu lassen, noch sie um Erlaubnis zu bitten, unser Leben als unser Eigen zu betrachten; im Gegenteil, was wir sagen, sagen wir mutig, und wir fordern Widerspruch heraus.
Wer Gott fürchtet, hat nichts mehr zu fürchten. Wir sollen in solcher Furcht des lebendigen Gottes leben, dass alle Drohungen, die vom hochmütigsten Verfolger eingesetzt werden könnten, keine größere Wirkung auf uns haben sollten als das Pfeifen des Windes. Der Mensch kann uns heutzutage nicht so viel antun, wie er es konnte, als der Apostel den Vers schrieb, der diese Betrachtung einleitet. Die Folterbank und der Scheiterhaufen sind aus der Mode gekommen. Der Riese namens Papst kann die Pilger jetzt nicht mehr verbrennen. Wenn die Anhänger falscher Lehrer zu grausamem Spott und Hohn greifen, wundern wir uns nicht darüber, denn die Menschen dieser Welt können die himmlische Saat nicht lieben. Was folgt daraus? Wir müssen den Spott der Welt ertragen. Spott bricht keine Knochen. Mit Gottes Hilfe seien wir mutig, und wenn die Welt tobt, soll sie toben, aber wir dürfen keine Angst vor ihr haben.
Quelle: Das Scheckbuch der Bank des Glaubens. Übersetzung von Allan Roman.
http://www.spurgeon.com.mx/chequera/meditames/mayo.pdf