Das Gebet Muss Spezifisch Sein

Und es begab sich, als sie einzog, trieb sie ihn an, von ihrem Vater einen Acker zu fordern. Und sie sprang vom Esel. Da sprach Kaleb zu ihr: Was hast du? Sie sprach: Gib mir einen Segen, denn du hast mir ein dürres Land gegeben; gib mir auch Wasserquellen! Da gab er ihr Wasserquellen, die obern und die untern.Josua 15:18-19
Und Jesus hob an und sprach zu ihm: Was willst du, daß ich dir tun soll? Der Blinde sprach zu ihm: Rabbuni, daß ich wieder sehend werde!Markus 10:51
Dr. Roberto Miranda

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Dr. Roberto Miranda

Zusammenfassung: Damit ein Gebet wirksam ist, müssen wir in unseren Bitten an Gott spezifisch sein. Gott ist präzise und erwartet, dass wir mit Präzision beten. In der Bibel sehen wir, dass Gott spezifische Gebete erhört hat. Wenn Jesus Bartimäus fragt, was Er ihm tun soll, zeigt dies die Wichtigkeit, unsere Bedürfnisse klar und konkret auszudrücken. Gott möchte unsere verbalisierten und durch Wiederholung und Pflege konzentrierten Bitten hören. Wenn wir unsere Bedürfnisse auf diese Weise darlegen, rufen wir eine positive Antwort vom Himmel hervor. Bartimäus empfing sein Wunder, nachdem er spezifisch darum gebeten hatte, sein Augenlicht wiederzuerlangen.

Jedes wirksame Gebet muss mit einer spezifischen und detaillierten Darlegung dessen, was wir benötigen, vor Gott beginnen. Spezifisch zu sein ist im Glaubensleben sehr wichtig, besonders wenn es um unsere Bitten an den Herrn geht. Paul Yonggi Cho erklärt in seinem Buch „Gebet – Der Schlüssel zur Erweckung“: Gott hat direkte und konkrete Gebete stets erhört. Alles, was Er tut, hat einen Plan und einen Zweck. In Genesis 1 und 2 wird uns berichtet, dass Gott innerhalb spezifischer Zeitrahmen, sogenannter Tage, schuf. Als Er Mose befahl, die Stiftshütte zu bauen, gab Er ihm klare Anweisungen; Er ließ ihn nicht selbst entscheiden, ob er das Zelt von etwa zwanzig Ellen (der Länge vom Ellbogen bis zur Fingerspitze) herstellen sollte; nein, ihm wurde genau gesagt, wie lang und wie breit es sein sollte. Deshalb ist Gott ein präziser Gott, und Er erwartet von uns, dass wir mit Präzision beten.

Als der Herr anhält und den blinden Bartimäus rufen lässt, bewegt durch dessen beharrliches und kühnes Rufen, stellt Er ihm eine faszinierende Frage: „Was willst du, dass ich dir tun soll?“ Warum stellt Er diese unnötige Frage? Es ist offensichtlich, dass Bartimäus sein Augenlicht wiedererlangen muss! Offensichtlich wollte der Herr aus Bartimäus' eigenem Mund den spezifischen Ausdruck seiner Not hören. Es gibt eine gewisse beinahe juristische Formalität in geistlichen Prozessen, und dies trifft besonders auf die wundersamen Eingriffe Gottes in der Welt zu. Eine spezifische Bitte ist erforderlich, um eine spezifische Antwort zu erhalten.

Gott liebt es, unsere verbalisierten Bitten zu hören, die klar und konkret formuliert sind, die aus einem Herzen stammen, das sie über die Zeit hinweg gebrütet und geläutert hat, das sie durch Wiederholung und Pflege immer weiter konzentriert und verdichtet hat, bis sie zu einem glatten, hochkonzentrierten und ultradichten Kieselstein geworden sind. Wenn wir dem Herrn dieses bescheidene, aber mächtige Produkt unserer Tränen und schlaflosen Nächte präsentieren, ruft dies augenblicklich eine positive Reaktion vom Himmel hervor.

Bartimäus antwortet dem Herrn ohne zu zögern: „Meister, dass ich wieder sehen kann.“ Fünf Worte. Doch mehr als genug, um die ersehnte Antwort von Jesus hervorzurufen: „Geh hin, dein Glaube hat dich gerettet.“ Die Schrift sagt, dass „er sogleich wieder sehend wurde und ihm auf dem Weg nachfolgte.“