Da antwortete mir der HERR und sprach: Schreibe das Gesicht nieder und grabe es auf Tafeln, damit man es geläufig lesen kann! — Habakuk 2:2
Da wir nun solche Hoffnung haben, so gebrauchen wir große Freimütigkeit — 2. Korinther 3:12

Author
Dr. Roberto Miranda
Zusammenfassung: Unsere geistlichen Bitten und Entscheidungen mit anderen zu teilen, stärkt unsere Gebete und schafft eine geistliche Verpflichtung, die die Kraft Gottes freisetzt. Obwohl es Zeiten gibt, unsere Visionen privat zu kultivieren, gibt es auch Zeiten, sie zu verkünden und zu prophezeien, wodurch wir uns unserer Glaubenserklärung verpflichten. Gott ehrt den Glauben derer, die ihre Bitten und Visionen mit anderen teilen, und diese öffentliche Erklärung setzt die göttliche Unterstützung für unsere Bitten frei.
Wie oft haben viele von uns beschlossen, nicht öffentlich für eine Sache zu beten, aus Angst zu scheitern und vor anderen schlecht dazustehen? Seien wir ehrlich! Diese Art der Unterlassung, die aus einer defensiven Haltung und mangelndem Glauben geboren ist, stellt eine subtile Erwartung der Niederlage dar, die unseren Gebeten die Kraft raubt.
Wenn wir andere wissen lassen, dass wir für eine bestimmte Sache beten, gehen wir eine geistliche Verpflichtung ein, die unseren Gebeten Kraft und Gewicht verleiht. Indem wir unsere Bitten öffentlich formulieren, stellt dies einen prophetischen Akt dar, eine Glaubenserklärung, die die Kraft Gottes freisetzt und unser Gebet belebt.
Selbstverständlich trifft dies nicht auf Situationen zu, in denen der Geist selbst uns anweist, bestimmte intime Bitten privat zu halten, die erst später, oder vielleicht nie, mit den Menschen um uns herum geteilt werden sollen. Doch im Allgemeinen stellt die Äußerung unserer geistlichen Bitten und Entscheidungen eine Kriegserklärung an die Mächte dar, die uns bedrängen wollen, und eine starke Erklärung des Vertrauens in die Treue Gottes.
Ich sage meiner Gemeinde: „Verpflichtet euch! Bindet euch an eure geistlichen Ziele. Erklärt sie. Teilt sie mit zwei oder drei Menschen, die glauben und sich daran erinnern, was ihr erklärt habt.“
Es gibt eine Zeit, Gottes Visionen in Stille, Ruhe und Privatsphäre zu kultivieren. Aber es kommt auch die Zeit, die Vision zu verkünden, sie zu erklären und zu prophezeien (Hab 2,2). Auf diese Weise ist man seiner Glaubenserklärung verpflichtet und daran gebunden, und es wird schwieriger, einen Rückzieher zu machen und das Schlachtfeld vorzeitig zu verlassen, wenn es hart und schwierig wird.
Gott ehrt den Glauben dessen, der ihm genug vertraut, um anderen mitzuteilen, worum er ihn bittet. Verkünde deine Visionen und deine Bitten denen, die um dich herum sind. Diese öffentliche Erklärung wird zu einem prophetischen Wort werden, das die göttliche Unterstützung für deine Bitte freisetzen wird und die Antwort bringen wird, die du brauchst.