Wandeln Wir in Neuem Leben

Der HERR ist gut und gerecht, darum weist er die Sünder auf den Weg;Psalmen 25:8
Da sprach er mit Zittern und Schrecken: Herr, was willst du, daß ich tun soll? Und der Herr antwortete ihm: Steh auf und gehe in die Stadt hinein, so wird man dir sagen, was du tun sollst!Apostelgeschichte 9:6
Alberto González Muñoz

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Alberto González Muñoz

Zusammenfassung: Nach seiner Bekehrung verspürte Saulus von Tarsus ein großes Bedürfnis, sein Leben zu ändern und von anderen zu lernen, selbst von denen mit weniger religiöser Bildung als er. Das Eintreten des Geistes Gottes in unser Herz erzeugt einen unbeschreiblichen Frieden, aber auch eine Bereitschaft, unser Verhalten zu ändern und den Willen Gottes zu tun. Ein neues Leben ist der einzige Beweis dafür, dass wir wahrhaftig Christus angehören.

Jeder, der eine Bekehrung zu Christus erfährt, verspürt einen tiefen Wunsch, seine Lebensgewohnheiten zu ändern. Die radikalste Bekehrung, die uns in der Bibel vorgestellt wird, ist die des Saulus von Tarsus. Er war der fanatischste Verfolger des Christentums in den frühen Zeiten. Er selbst sagte einmal, dass er diesen Weg bis zum Tode verfolgte, indem er Männer und und Frauen verhaftete und in Gefängnisse überlieferte (Apostelgeschichte 22,4). Eine ganze Zeit lang war die Verfolgung der Christen die Obsession seines Lebens. Doch nachdem er Christus kennengelernt hatte, waren seine ersten Worte: —Herr, was willst du, dass ich tun soll? (Apostelgeschichte 9,6).

Es bewegt mich zu entdecken, dass die einzige Antwort, die Gott Saulus gab, war, dass er aufstehen und in die Stadt gehen sollte, wo ihm gesagt werden würde, was er zu tun hätte. Dort, nach drei Tagen und drei Nächten, in denen er wohl tief über sein früheres Leben nachgedacht haben muss, kam Ananias, der von Gott Gesandte, um ihn zu unterweisen. Es ist interessant, dass Saulus aufgrund seines Pharisäertums das Gesetz Gottes kannte, wahrscheinlich viel besser als Ananias. Er konnte Ananias über die Gebote Gottes belehren! Aber er brauchte einen gewöhnlichen Gläubigen, der eine lebendige Beziehung zu Gott hatte, der zu ihm sprach, ihn unterwies und ihn segnete.

Das Wichtigste nach der Bekehrung eines Menschen wird immer seine Bereitschaft sein, von anderen zu lernen, die vielleicht mit weniger intellektueller oder gar religiöser Bildung sehr wohl Wissen darüber haben, was eine Beziehung zu Gott ist. Der große Saulus von Tarsus wurde zu einem hilflosen Kind vor Ananias, der nicht dieselbe Bildung hatte wie er, aber mit Gott sprach und ihn viel länger kannte als er.

Wenn der Geist Gottes in ein Herz eintritt, das die Vergebung Gottes empfangen hat, geschieht immer dasselbe. Die Person fühlt sich gedemütigt, erkennt die Fehler ihres früheren Lebens und verspürt ein enormes Bedürfnis zu lernen, anders zu leben. Derselbe Saulus von Tarsus, bevor er zu dem großen Apostel wurde, der er später war, durchschritt einen langen Weg und viele Erfahrungen, die es ihm ermöglichten, ein nützliches Werkzeug zu werden. Gott vergibt unsere Sünden in demselben Moment, in dem wir um seine Vergebung bitten. Niemand zweifle daran! Seine Vergebung ist augenblicklich und schafft einen unbeschreiblichen Frieden. Doch nach diesem Frieden wird auch ein brennender Wunsch kommen, den Willen Gottes zu tun, und eine stets präsente Bereitschaft, unser Verhalten zu ändern.

Es ist völlig unmöglich zu sagen, dass man Christ oder Christin ist, ohne dass diese Veränderungen nach und nach geschehen. Ein neues Leben ist der einzige Beweis dafür, dass wir wahrhaftig Christus angehören.

Gott segne Sie!