Denn ich bin bei dir, spricht der HERR, dich zu erretten; denn ich will allen Nationen, dahin ich dich zerstreut habe, den Garaus machen; nur dir will ich nicht den Garaus machen; aber züchtigen werde ich dich nach dem Recht und kann dich nicht ungestraft lassen. — Jeremia 30:11
Das wird an dem Tage offenbar werden, da Gott das Verborgene der Menschen richten wird, laut meinem Evangelium, durch Jesus Christus. — Römer 2:16

Author
Charles Spurgeon
Zusammenfassung: Die göttliche Zurechtweisung ist notwendig und ein Zeichen der Liebe Gottes zu uns. Wir sollen die Zurechtweisung mit Demut annehmen und anerkennen, dass Gott sie mit Gerechtigkeit und Weisheit anwendet. Wir sollen uns nicht dagegen auflehnen, sondern sie freudig annehmen und sagen: „Dein Wille geschehe.“
Ohne Zurechtweisung gelassen zu werden, wäre ein fatales Zeichen: Es würde zeigen, dass der Herr gesagt hätte: „Er ist den Götzen ergeben; lasst ihn!“ Gott bewahre uns davor, dass dies jemals unser Los sei! Ununterbrochener Wohlstand ist etwas, das uns Furcht und Zittern verursachen sollte. Gott tadelt und züchtigt alle, die er zärtlich liebt, aber er lässt diejenigen, für die er keine Wertschätzung hat, sich unbesorgt mästen, wie Mastkälber, die zum Schlachten bestimmt sind. Aus Liebe verwendet unser himmlischer Vater die Rute für seine Kinder.
Doch ist es notwendig zu erkennen, dass die Zurechtweisung „gerecht“ ist: Er gibt uns Liebe ohne Maß, aber die Strafe ist „gerecht“. So wie unter dem alten Gesetz kein Israelit mehr als „vierzig Hiebe weniger einen“ empfangen durfte, was eine sorgfältige Zählung und ein begrenztes Leiden garantierte, so geschieht es auch mit jedem betrübten Glied des Hauses des Glaubens: Jeder Schlag ist gezählt. Unsere Züchtigung wird nach dem Maß der Weisheit, des Mitgefühls und der Liebe bemessen. Fern sei es von uns, uns gegen diese so göttlichen Bestimmungen aufzulehnen. Herr, wenn Du an meiner Seite stehst, um die bitteren Tropfen für meinen Kelch abzumessen, so gebührt es mir, ihn freudig aus Deiner Hand zu nehmen und ihn gemäß Deinen Anweisungen zu trinken, indem ich spreche: „Dein Wille geschehe.“
Quelle: Das Scheckbuch der Bank des Glaubens. Übersetzung von Allan Roman.
http://www.spurgeon.com.mx/chequera/meditames/octubre.pdf