Nun, meine Söhne, seid nicht nachlässig; denn euch hat der HERR erwählt, damit ihr vor ihm stehet und ihm dienet und damit ihr seine Diener und Räucherer seid! — 2. Chronik 29:11
der uns gerettet und mit einem heiligen Ruf berufen hat, nicht nach unsren Werken, sondern nach seinem eigenen Vorsatz und der Gnade, die uns in Christus Jesus vor ewigen Zeiten gegeben, — 2. Timotheus 1:9

Author
Faustino de Jesús Zamora Vargas
Zusammenfassung: Der Dienst ist eine göttliche Berufung, dem Herrn und den Bedürfnissen des Nächsten zu dienen. Alle Christen sind berufen zu dienen und den göttlichen Anordnungen zu gehorchen. Ein guter Diener ist ein Knecht, der aus Gottes Gnade wirkt und seinen eigenen Interessen entsagt. Die Kirche braucht mehr gute Diener als neue Dienste. Wir alle sind Diener im Leib Christi und sollen dem Herrn mit Freude dienen.
Der Dienst ist eine Berufung, kein Beruf. Diese Berufung ist geistlicher Natur, niemals fleischlich; sie ist göttlich, niemals irdisch. Er erwählte mich zuerst, um mich danach zum Dienst zu berufen. Es ist ein Privileg, kein Zwang. Wir sind berufen, dem Herrn zu dienen. „Doch schon ehe ich geboren war, hatte Gott mich erwählt und durch seine wunderbare Gnade berufen“ (Gal 1.15). Wozu hat Gott uns denn sonst berufen als ihm zu dienen?
Unsere Berufung ist es, Diener Jesu Christi zu sein, und das betrifft alle, die die Errettung aus Gnade durch Glauben empfangen haben. Die Identität des Christen zeigt sich im Dienst, der natürlich aus der Liebe Gottes in unseren Herzen fließt, um ihm und den Bedürfnissen des Nächsten zu dienen, seien sie Gläubige oder nicht.
Der irische Politiker und Philosoph Edmund Burke sagte im 18. Jahrhundert: „Das Einzige, was nötig ist, damit das Böse triumphiert, ist, dass gute Menschen nichts tun.“ Diesen Gedanken in den rein geistlichen Kontext übertragen, könnten wir ihn folgendermaßen paraphrasieren: „Das Einzige, was der Teufel braucht, um seinen Willen durchzusetzen, ist, dass die Gottesmenschen untätig bleiben.“
Christen sind berufen zu dienen; es ist keine Option. In einem Buch, dessen Titel ich nicht mehr erinnere, las ich, dass das Wort ‚Diener‘ den Ruderern der alten Galeonen zugeschrieben wurde, die, angekettet, mit der Kraft ihrer Arme jene riesigen Schiffe über die Meere bewegten. Das Bild könnte nicht treffender sein. Ein Diener ist wie ein Ruderer, der an Christus „angekettet“ ist, ein Knecht, der wirkt, weil er versteht, dass der Gehorsam gegenüber den göttlichen Anordnungen ein Werk der Gnade Gottes zum Wohl anderer ist und weil er seinen eigenen Interessen entsagt hat, um sein Leben ganz zu Füßen des Herrn zu legen.
Der Gedanke der Berufung zum Dienst (Dienen) für den Herrn wiederholt sich immer wieder in der Bibel. „Er hat uns gerettet und mit heiligem Ruf berufen, nicht aufgrund unserer Werke, sondern aufgrund seines eigenen Vorsatzes und seiner Gnade, die uns in Christus Jesus vor Beginn der Zeiten gegeben wurde.“ (2 Timotheus 1.9 RVA). Ein weiterer Vers zur Besinnung über den Dienst für den Herrn ist folgender: „Denn unwiderruflich sind Gottes Gnadengaben und seine Berufung.“ (Röm 11.29). Aus diesen beiden Versen können wir folgende Schlussfolgerung ziehen: Jesus hat mich gerettet und mich zu seinem Diener für seine Herrlichkeit berufen (der Vorsatz). Diese Berufung ist radikal und unabänderlich (es ist seine souveräne Entscheidung und ich habe keine Ausreden).
Die Kirche Christi braucht mehr den Beitrag guter Diener als neue Dienste. Gute Dienste vergehen, nach unseren menschlichen Maßstäben sogar viel schneller als einige gute Diener. Bedauerlich ist, dass nicht viele gute Diener sich an die göttlichen Maßstäbe halten, wenn sie ihren Dienst ausüben.
Lasst uns dem Herrn mit Freude dienen. Wir sind Diener des besten aller Dienste. Wir alle sind Diener im Leib Christi. Lasst uns sagen wie Josua: „…Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen.“ (Jos 24.15)
Gott segne dich!